Bodensee Radmarathon 8.9.2012

Einmal wieder rund um den Bodensee mit dem Bodensee Radmarathon. Das stand noch auf meiner Liste für 2012. Meine letzte Teilnahme an dieser Veranstaltung war 2001, quasi der beginn meiner „Radkarriere“. Jetzt wollte ich es nochmal krachen lassen. Nach der Transalp, vielen hunderten Radkilometern in diesem Jahr und sehr gutem Wetteraussichten wollte ich es nochmal wissen. Also, gesagt und getan.

5 Uhr wecken. Frau und Kinder (in den Schalfanzügen) ins Auto gepackt, Rad aufs Dach und ab von Stuttgart nach Meersburg.

Bodensee-rm2012-dscn3548Die Parkplatzsuche erwies sich leider als etwas schwierig, da zur gleichen Zeit in der Gegend auch noch ein größerer Flohmarkt stattfand. Die Anmeldung mit Nachmeldegebühren kostete stolze 40 Euro. Egal, dafür war die Stimmung super und ein herrlicher Sonnenschein.

Also, ab aufs Bike und Leinen los. Ich entschied mich für die mittlere Tour von 150 km. Zum Anfang lasse ich es locker angehen und versuche den Kontakt zu einem anderen Radler. Leider war das ein ziemliecher Morgenmuffel. So war ich sehr froh, als ich auf eine größere Gruppe zu treffen, VC Bruchs aus der Schweiz. Ich hänge mich mit in die Gruppe und wir flogen mit teilweise 45 km/h gegen den Wind über die Landstraße.

Irgendwann verfahren wir uns jedoch, denn leider war die Stecke auf der deutschen Seite teilweise schlecht ausgeschildert. Sonst bin ich immer der Trottel, der sich verfährt. Aber, wenn 20 Mann das Schild nicht gesehen haben, dann lag es wohl an der nicht immer so guten Beschilderung. Jedenfalls finden wir wieder auf die Strecke zurück und fressen Kilometer um Kilometer.

Bodensee-rm2012-dscn3551Beim Bodensee Radmarathon geht es nicht um Zeit, sondern man bekommt beim Start eine Karte, die man bei den Verpflegungspunkten abstempeln lassen muss. Zur Verpflegung gab es übrigens kostenlos Getränke, Bananen und Riegel.

Von Deutschland geht es nach Österreich. Langsam wir der Verkehr dichter und statt den Weinbergen und Obstplantagen in Deutschland sind wir jetzt mit sehr vielen Autos auf der Straße unterwegs. Ampeln und Kreisverkehre bremsen uns immer wieder aus.

Jetzt kippte langsam meine Stimmung, besonders als wir in der Schweiz waren. Ich habe noch nie so aggressive Autofahrer erlebt. Entschuldigung, ich bin auch ganz normaler Verkehrsteilnehmer und wenn ich einen langsameren Radfahrer überholen möchte, dann darf ich das auch! Man muss dann nicht wild hupend und mit 80 Sachen 20 cm an von mir vorbei brettern! Mehrere brenzliche Situationen gab es auch mit Autofahren, die überholten und dann vor uns rechts abbogen.

Bodensee-rm2012-dscn3550Schnell erreichte ich dann doch Tägerwilen, tankte nochmal kurz am Verpflegungspunkt auf und fahre entspannt die letzten 10 km zurück zum meinen Startpunkt nach Meersburg.

Zusammengefasst habe ich leider keinen guten Erinnerungen an diese Veranstaltung. Die manchmal etwas schlechte Ausschilderung kann ich verkraften, aber so eine große Tour parallel zum Straßenverkehr geht überhaupt nicht. Da fahre ich lieber mit dem Bergfahrrad im Wald oder auf für Autoverkehr abgesperrten Strecken.

Meine Tourdaten:

  • Distanz: 150 km
  • Zeit: 5:11 h
  • Durchschnitt: 28,8 km/h
  • Puls Durchschnitt: 139
  • Puls max: 167

3 Kommentare auf “Bodensee Radmarathon 8.9.2012”

  1. Rainer Schenk sagt:

    Wenn man mit negativer Einstellung ran geht, dann wird auch nix draus !
    Ich hab mich – wie fast alle- nicht verfahren ! In der Schweiz und in Deutschland war die Beschilderung perfekt , neuralgische Punkte besonders gekennzeichnet, und häufig waren problematische Kreuzungen mit Lotsen bestückt, die sogar bei größeren Gruppen den übrigen Verkehr anhielten , um uns durchzuwinken. Nur Bregenz war kein Spaß . Die Schweizer Autofahrer waren sehr verständnisvoll – wie immer, denn dort ist man deutlich weniger aggressiv als in D ! Ein guter Marathon mit perfekter Orgsnisation !!! Würde mir sowas mal in Deutschland wünschen !

    • Maik sagt:

      Hallo Rainer,

      vielen Dank für Deinen ehrlichen Kommentar.

      Ich möchte keine Diskussion lostreten wie deutsche Autofahrer = gut und Schweizer = schlecht. Wenn das so verstanden wurde, dann habe ich mich leider falsch ausgedrückt. Das Problem lag wohl eher an der Streckenführung, entlang der stark befahrenen Straße. Samstag Nachmittag, viel Verkehr und dazu traumhaftes Wetter. Vielleicht hatten da manche Autofahrer einfach einen dicken Hals, wenn dazu noch ein Haufen Radfahrer die Straße versperrt haben. Jedenfalls hatte ich viel Glück, dass mich ein wütender Autofahrer nicht abgeschossen hat. Die Beschilderung war gut und Du hast Recht, neuralgische Punkte wurden extra gesichert. Jedoch haben wir uns trotzdem verfahren und andere Teilnehmer auch, was ich bei der Diskussion am Kontrollpunkt in Schlachters auch mitbekommen habe. Möglicherweise haben die Streckenkontrolleure da nochmal nachgebessert.

      Jedenfalls habe ich schon andere Veranstaltungen erlebt, die mir viel mehr Spaß gemacht haben.

      Sportliche Grüße nach Fellbach!

      Kette rechts!

      Maik

  2. Bernhard Dirkschnieder sagt:

    Hallo,
    ich bin 2013 endlich die Gold Tour beim Bodensee Radmarathon gefahren. Ich habe die Teilnahme mit einem Urlaub am Bodensee kombiniert und bin von meersburg gestartet.
    Meine Meinung zu der Veranstaltung ist überwiegend positiv, über die Ausschilderung kann ich mich nicht negativ äußern, brisante Punkte wurden besonders angezeigt und durch Personal gesichert. Die Streckenführung um Bregenz fand ich allerdings mehr als grenzwertig und sehr gefährlich, da der Autoverkehr an diesem Nachmittag extrem groß war. Ein weiterer, kleinerer Kritikpunkt von mir ist, dass die Tour nach der Überfahrt mit der Fähre über eine 18% Steigung in Meersburg führte. Das hätte man anders machen können, da vom Fährhafen zum Ziel eine Strasse führt, die zwar auch eine längere Steigung aufweist, allerdings deutlich moderater.
    Zusammenfassend muss ich aber sagen, hat mri die Veranstaltung gefallen und ich werde geren wiederkommen.

    Gruß
    Bernhard

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