MTB-Tour Ischgl – Livigno Juli 2013

Höhenprofil MTB-Shorttrack Ischgl-Livigno

Höhenprofil MTB-Shorttrack Ischgl-Livigno

Es ist mal wieder so weit: Ab mit dem MTB über die Alpen. Diesmal sollte es von Ischgl in Österreich über Sur En und Sta. Maria nach Livigno in Italien gehen.

Gefahren wird in 3 Etappen, ca. 120 km und 4.500 Höhenmeter.

Die Reise wurde organisiert von beitune, einem zuverlässigen Veranstalter für Bikereisen und Techniktrainings aus Buggingen. Der Vorteil einer organisierten Tour ist, dass man sich nur auf das Fahrradfahren konzentieren muss. Navigation, Gepäcktransport und Übernachtungen erledigt der Veranstalter.

1. Etappe Ischgl – Sur En

Wir treffen uns im sommerlich leeren Ischgl. Am Vortag schüttete es noch wie aus Kannen. Jetzt zeigt das Wetter sich gnädig und ab und zu scheint sogar die Sonne. Alle Teilnehmer sind endlich da. Wir stellen uns vor, checken nochmals die Bikes, verstauen das Gepäck im Shuttlebus und radeln los.

Unsere Guide ist Anfang 60, fit wie Turnschuh und geht die ersten Rampen durch das Skigebiet in Ischgl sportlich an. Für die Mittagspause ist die Heidelberger Hütte vorgesehen.

Nach der Mittagspause queren wie Schneefelder und eine längere Schiebepassage liegt vor uns. Je südlicher wir kommen, desto wärmer wird es. Zwischendurch kreuzen wir eine Kuhherde. Nach Erreichen des höchsten Punktes heißt es jetzt: Downhill! Wir brettern den Berg runter und die noch vom Schnee feuchten Bremsen quietschen dramatisch. Kurz vor Ende der Abfahrt nehme ich Bodenkontakt auf. Zum Glück ist außer paar Kratzern nichts passiert.

Schnell erreichen wir Sur En. Ein interessantes Naturschauspiel begegnet uns. Der Himmel ist blau, auf der einen Straßenseite schüttet es und auf der anderen Seite ist Sonnenschein. Und das nich nur für paar Minuten, sondern über eine halbe Stunde lang.

Nach dem Abendbrot und paar Gerstenkaltschalen fällt mir das Einschlafen schwer. Ein Sprachwirrwarr aus Schwäbisch, Badisch, Bayrisch und Schweitzerdeutsch, die Eindrücke das Tages und die Höhenunterschiede spielen in meinem Kopf verrückt.

2. Etappe Sur En – Santa Maria

Nach kräftigem Frühstück starten wir gegen 9 Uhr. Wie es sich gehört, gibt es gleich zum Start einen knackigen Anstieg. So läuft bereits schon nach 10 Minuten der Schweiß, aber wir haben noch ca. 1.000 Höhenmeter vor uns. Heute ist das erste Zwischenziel die Val d’Uina Schlucht, danach zur Mittagspause und dann wieder Downhill mit einem kleinen Anstieg bis ins Hotel.

Die Val d’Uinaschlucht ist ein in den Felsen gehauener Gang, den man nur schiebend passieren kann. Ein Fehltritt und man findet sich über 200 Meter tiefer wieder. Wir genießen diesen sehr interessanten Fleck Erde und machen unzählige Fotos. Jedoch kann man solche Eindrücke nicht auf einen Foto wieder geben. Man muss es einfach mal erlebt haben.

Von der Schlucht geht es weiter auf einer wunderschönen Hochebene bis zur Mittagspause. Nach der Mittagspause folgt ein schneller Downhill. Ein platter Reifen zwingt uns zu einem kurzen Zwischenstopp und wir erreichen nach einem kurzen Anstieg sehr zeitig am Nachmittag den interessanten Ort Sta. Maria.

Diese Nacht schlafe ich besser. Offensichtlich habe ich mich inzwischen auch an die Höhe gewöhnt.

3. Etappe Santa Maria – Livigno

Wir starten pünktlich und nehmen auch gleich wieder am Anfang einen nicht enden wollenden steilen Schotterweg. Das Wetter ist top, Sonnenschein, jedoch nicht zu heiß. Wir machen häufig kleine Fotostopps und versuchen die wunderschöne und wie gemalte Landschaft einzufangen. Irgendwann erreichen wir den vorletzten Gipfel und starten in einen umwerfenden Downhill. Keine großen Steine, nicht zu steil nicht zu flach, herrlicher Geruch vom Nadelwald, gute Sicht und freie Fahrt.

Wir kommen alle sturzfrei in einem kleinen Lokal an, tanken nochmal kräftig auf und begeben uns zum letzten Anstieg. Nach einem letzten schnellen aber langen Downhill erreichen wir Livigno. Einem quirligen italienischen Ort.

Ohne Guide fahren wir zum nahegelegenen Stausee, springen in das gefühlte 10 Grad kalte Wasser und genießen paar kalte Bier aus der Dose. Nach dem Abendbrot lassen wir die Tour im wohl besten Pup des Ortes ausklingen.

Die Rückfahrt nach Ischgl erfolgte staufrei in ca. 3,5 Stunden.

Fazit

Es war nicht meine erste Tour mit beitune (vorher bitou). Besonders gefallen hatte mir wieder, dass alles super organisiert war und man sich nur auf das Fahrradfahren konzentrieren musste. Gerne wieder!

Links zur Tour:

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